Radio Frequency Identification (RFID) wird derzeit als technische Umsetzung von Machine-to-Machine-Kommunikation genutzt.
Bereits seit Jahren verwirklicht die Industrie die drahtlose Identifikation und Datenerkennung über RFID. Ermöglicht wird dies über kleinste elektronische Transponder, die auf Gegenständen angebracht oder in Lebewesen implantiert werden können. Mit speziellen Lesegeräten können sie kontaktlos erkannt und ausgelesen werden. Man unterscheidet hier zwischen aktiven Transpondern mit eigener Stromversorgung und passiven Transpondern, die ihre Stromversorgung über Induktion erhalten.
RFID soll zukünftig die bekannten Barcodes als Identifikationsmittel für Waren auch im Privatgebrauch ersetzen. Zwar sind die passiven Chips mit unter 0,08 € noch immer teurer als das Aufbringen eines Barcodes (ca. 0,005 €), jedoch sind die Einsatzmöglichkeiten weitaus vielfältiger; allein die Erfassungsgeschwindigkeit bei RFID (gleichzeitig) ist gegenüber Barcodes (einzeln) erheblich höher und wirkt sich so positiv im Wertschöpfungsprozess aus.
Die Ausbreitung von RFID als individuelle Kennzeichnung für Dinge des alltäglichen Lebens (wie Lebensmittel, Kleidung, etc...) führte zur Vision des "Internet of Things". Die eindeutige Identifizierbarkeit bietet einen Rahmen zur Einbindung aller, insbeondere bei beweglicher "Dinge" in Netze in Verbindung mit IP-basierten Infrastrukturen.
Insbesondere Datenschützer warnen jedoch vor dem missbräuchlichen Verwerten der durch RFID einfacher verfügbaren Daten. So bietet RFID keinerlei Zugriffskontrolle, Informationen von in der Öffentlichkeit mitgeführten Objekten wie den neu eingeführten Reisepässen sind aus kurzen Distanzen einfach auszulesen. Eine unzulässige Überwachung bis hin zur Erstellung von Bewegungsprofilen und auch die einfache Erfassung von Konsumverhalten (was durch Payback so oder so geschieht) sind einige Eckpunkte.
Hinsichtlich der Medienbranche ergeben sich Chancen besonders in der Werbung (Stichwort ["Minority Report"] - nutzerorientierte Straßenwerbung).