Bedrucktes Papier zählt zu den wichtigsten Medien der modernen Gesellschaft. Zwischen 1997 und 2001 wurden weltweit etwa eine Million Tonnen Papier bedruckt (Quelle
). Jedes Jahr werden in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Briefen und anderen Dokumenten ungefähr 33 Terabyte Information gespeichert.
Diese Zahlen werden relativisiert wenn man berücksichtigt, dass bedrucktes Material nur ein Zehntausendstel der neuen Information in unserer Gesellschaft aufnimmt. Schon 2003 wurde der überwiegende Teil der gespeicherten Information, 92 Prozent, digital abgelegt. Die Entwicklung digitaler Medien seit den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und die Entstehung des Internets in den vergangenen vierzig Jahren hat eine Vielzahl von Industriezweigen grundlegend transformiert. Viele medien- und kommunikationsbezogene Märkte standen im Zentrum dieser Veränderung.
Ein ausgezeichnetes Beispiel ist die Musikindustrie. Digitale Distributionswege bedrohen das grundlegende Geschäftsmodell der Industrie; Tauschbörsen haben der Knappheit digitaler Musik praktisch den Garaus gemacht. Innovative Abspielgeräte wie der iPod haben zudem unser Nutzungsverhalten grundlegend verändert: die eigene Musiksammlung steht uns mittlerweile an jedem Ort und zu jeder Zeit zu Gebote.
Eine vergleichbare Entwicklung ist im Markt für Bücher und Zeitschriften bisher ausgeblieben. Zwar mussten sich Angebote wie die Tageszeitung und das wissenschaftliche Publikationssystem an das Internet anpassen, zum Papier selbst fehlt jedoch bislang eine Alternative. Benötigt werden Geräte, die sich besser als die leseunfreundlichen Röhren- und Flüssigkristallmonitore zur Wiedergabe von Büchern eignen. Eine solche Technologie soll ePaper darstellen.
Kommentare (2)
Nov 14, 2008
Martin Storbeck sagt:
http://www.imm.bwl.uni-muenchen.de/forschung/schriftenefo/ap_efoplan_13.pdf h...Von http://www.mobileread.com:
Nov 16, 2008
Martin Storbeck sagt:
DLF: Das Digitale Logbuch - E-Book-Quatsch vom 18.10.2008DLF: Das Digitale Logbuch
- E-Book-Quatsch vom 18.10.2008